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DAX am Mittag: Leichte Kursabschläge, Siemens an der Spitze 29.12.2006
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte müssen im Rahmen der verkürzten letzten Handelssitzung des Jahres 2006 am Mittag leichte Kursabschläge hinnehmen. Aktuell verliert der DAX 0,06 Prozent auf 6.607,92 Punkte, während der MDAX derzeit 0,16 Prozent auf 9.361,95 Punkte abgibt.
An der Spitze des DAX notiert weiterhin die Aktie von Siemens, die von einem gestern gemeldeten milliardenschweren Großauftrag der Deutschen Bundeswehr profitieren kann und derzeit mehr als 1 Prozent zulegt. Ebenfalls gefragt sind die Anteilsscheine von Infineon sowie die des Automobilkonzerns Volkswagen, die mehr als 0,6 Prozent zulegen können. Moderate Zugewinne haben außerdem Henkel, SAP und Continental vorzuweisen. Im Blickpunkt der Investoren steht die Aktie des Stahlkonzerns ThyssenKrupp, nachdem die ThyssenKrupp-Stiftung ihre Beteiligung auf mehr als 25 Prozent erhöht hat. Aktuell verbucht der Wert einen leichten Aufschlag von 0,2 Prozent und rangiert damit im oberen Mittelfeld. Die Aktie des Nutzfahrzeugherstellers MAN kann nach anfänglichen Verlusten ebenfalls leicht zulegen. Einem Pressebericht zufolge will der Münchener Konzern die Übernahme seines schwedischen Konkurrenten Scania durch Zugeständnisse an den Großaktionär Investor voranbringen.
Am unteren Ende befindet sich aktuell mit einem Minus von mehr als 0,9 Prozent die Aktie der Deutschen Postbank. Am Mittag hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung für die Angestellten der Postbank Filialvertrieb AG ausgehandelt. Schwächer präsentieren sich außerdem die Anteilsscheine von FMC, Bayer und Linde, die allesamt mehr als 0,8 Prozent an Wert einbüßen.
Unternehmensnachrichten:
Der deutsche Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007 / WKN 593700) will die Übernahme seines schwedischen Konkurrenten Scania AB (ISIN SE0000308272 / WKN 899845) durch Zugeständnisse an den Großaktionär Investor AB (ISIN SE0000107419 / WKN 869202) durchsetzen. "Wir suchen die Entscheidung im Januar. Eine Fristverlängerung für die Scania-Aktionäre wird es nicht geben", wird die Aussage eines Konzernsprecher vom "Handelsblatt" zitiert. Seit Monaten versucht MAN bereits vergeblich seinen Konkurrenten Scania zu übernehmen, was bislang jedoch unter anderem am Widerstand der Beteiligungsholding Investor gescheitert ist. Den Stimmungsumschwung bei dem Großaktionär soll das Angebot für mehr Mitsprache in dem neu zu formierenden LKW-Konzern bringen. "Wir möchten Investor gern als Großaktionär des kombinierten Unternehmens behalten", sagte MAN-Chef Håkan Samuelsson laut dem "Handelsblatt" in einem Zeitungsinterview. Zugleich könne sich Samuelsson vorstellen, dass Investor einige Sitze im MAN-Aufsichtsrat erhalten könnte. Dieser soll zwar in München seinen Sitz haben, aber als Europäische Aktiengesellschaft (SE) geführt werden. Die Beteiligungsholding Investor hält derzeit 30 Prozent an Scania und ist damit neben der Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 / WKN 766400) (34 Prozent) der Schlüssel zur Scania-Übernahme, zumal der Wolfsburger Automobilhersteller seine Entscheidung von Investor abhängig macht. Die schwedische Industrieholding gibt sich mit dem jetzigen Übernahmeangebot nicht zufrieden. Neben einem höheren Übernahmepreis will Investor mehr Einfluss in dem neu zu formierenden LKW-Konzern, in dem neben Scania und MAN auch das brasilianische Truckgeschäft von Volkswagen seinen Platz finden soll. Kurz vor Weihnachten hat die EU-Wettbewerbsbehörde grünes Licht für einen Zusammenschluss gegeben. Das Übernahmeangebot für die Scania-Aktionäre läuft noch bis zum 31. Januar. Insgesamt bietet MAN 10,3 Mrd. Euro für den schwedischen Konkurrenten.
Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat ihre Beteiligung an dem Industriekonzern ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) erhöht. Wie aus einer Finanzanzeige am Freitag hervorgeht, hält die Stiftung nunmehr seit dem 21. Dezember 2006 25,1 Prozent der Anteile des im DAX30 notierten Stahlkonzerns. Zuletzt hatte der Anteil der Stiftung bei 23,71 Prozent der Anteile gelegen.
Die Gewerkschaft ver.di hat sich mit der zur Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) gehörenden Postbank Filialvertrieb AG auf eine Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum 31. Dezember 2008 geeinigt. Dies teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Wie die Dienstleistungs-Gewerkschaft am Freitag bekannt gab, betrifft diese Regelung alle 5.000 Tarifbeschäftigten bei der Postbank Filialvertrieb AG. Die Tarifkommission des ver.di-Fachbereiches Postdienste, Speditionen und Logistik hat dieser Vereinbarung in ihrer Sitzung am 28. Dezember 2006 zugestimmt. "Unsere Vereinbarung zum Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen für die Beschäftigten bei der Postbank Filialvertrieb AG bis zum 31. Dezember 2008 ist für alle ver.di-Mitglieder eine gute Botschaft. Damit werden das Engagement und die Motivation der Beschäftigten belohnt", betonte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Rolf Büttner.
Der Berliner Pharmakonzern Schering ist nun offiziell in "Bayer Schering Pharma AG" umbenannt worden. Die entsprechende Eintragung ins Handelsregister wurde am 29. Dezember 2006 wirksam. Wie der im DAX30 notierte Pharma- und Chemiekonzern Bayer (ISIN DE0005752000 / WKN 575200) am Freitag erklärte, wurde damit nach der bereits am 27. Oktober 2006 erfolgten Eintragung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ins Handelsregister eine weitere wichtige Voraussetzung für die Zusammenführung der Pharma-Aktivitäten von Bayer und Schering geschaffen. Die Bayer Schering Pharma AG soll künftig gemeinsam mit dem bisherigen Pharmageschäft von Bayer als Division des Teilkonzerns Bayer HealthCare geführt werden. Der für das Squeeze-out-Verfahren notwendige Beschluss soll auf einer für den 17. Januar 2007 angesetzten außerordentlichen Hauptversammlung gefasst werden. Hierbei sollen die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer angemessenen Barabfindung auf den Hauptaktionär Bayer Schering GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Bayer AG, übertragen werden. "Mit der Integration kommen wir weiter gut voran. Die Besetzung wichtiger Positionen insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung mit hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir weitgehend abgeschlossen. Dabei konnten wir die Stellen auf faire Weise mit Mitarbeitern aus beiden Unternehmen besetzen. Wir konzentrieren uns jetzt auf die nächsten Schritte, insbesondere das Squeeze-out-Verfahren und die Realisierung der angestrebten Synergien", erklärte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning.
Die Colonia Real Estate AG (ISIN DE0006338007 / WKN 633800) hat am Freitag den Eigentumsübergang der kürzlich erworbenen Wohnimmobilienportfolien im Großraum Berlin mit 2.199 Wohnungen und Elmshorn II mit 736 Wohnungen vollzogen. Laut der Pressemitteilung des im SDAX notierten Konzerns umfassen beide Portfolien eine Wohnfläche von 171.375 qm und 14.000 qm Gewerbefläche. Die Mieteinnahmen aus beiden Portfolien werden der Colonia Real Estate AG ab dem 01.01.2007 zufließen. Die Colonia Real Estate AG hat damit ihren Wohnungsbestand in diesem Jahr auf rund 9.000 Wohnungen mehr als verdreifacht und plant ihren Wohnungsbestand im kommenden Jahr weiter stark auszubauen, teilte der Konzern weiter mit.
Der Fahrzeugvermieter Sixt AG (ISIN DE0007231326 / WKN 723132) will gemeinsam mit dem TÜV Rheinland ein gemeinsames Unternehmen im Bereich Fahrzeugleasing gründen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer Freitagsausgabe. "Der genaue Umfang des geplanten Gemeinschaftsunternehmens steht noch nicht fest. Es ist ein weiterer Baustein in unserer Expansionsstrategie im Leasing", sagte ein Sixt-Sprecher gegenüber der Wirtschaftszeitung. Als erster Schritt wurde das Gemeinschaftsunternehmen für das Flottenmanagement beim Bundeskartellamt angemeldet. Sixt steigerte in den ersten neun Monaten 2006 den Leasingumsatz um 14,5 Prozent auf 254,5 Mio. Euro. Sixt hatte im Herbst laut dem Bericht europaweit 60.300 Leasingverträge geschlossen. Der Münchner Konzern gab jüngst bekannt, dass ein Großteil des TUI-Fuhrparks im Leasingverfahren mit bis zu 1.000 Fahrzeugen übernommen wird. Zu den Sixt-Großkunden gehört auch Airbus und der EADS-Konzern. (29.12.2006/ac/n/d)
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